Ludger Wolders war ein Hauptmann und Schiffsführer aus Bremen. Er geriet in Streit mit anderen Hauptleuten in Emden, welche von der Hanse und der Königin Margarethe von Dänemark beauftragt wurden, die Ost- und Westsee von Vitalienbrüdern zu säubern. Die Vitalienbrüder raubten einem Bremer Bürger sein Schiff, welches andere Schiffsleute in Emden später im Angriff gegen die Vitalienbrüder eroberten. Ludger Wolders erbat innerhalb der _Verhandlungen zu Emden d_as Schiff an seinen rechtmäßigen Besitzer zurück, was eingewilligt wurde. Kurz darauf bediente sich jedoch dieser Bürger eines Frachtguts, welches rechtmäßig nicht ihm gehörte und verließ die Stadt. Aus diesem Grunde wurde er zur Abgabe von sechs Tonnen Butter verurteilt. Dieses Urteil hielt L. Wolders allerdings für Unrecht. Aus diesem Grund gab es einen Streit zwischen ihm und dem Hamburger Albert Schreye. Über den Ausgang dieses ist nichts bekannt.
Leben:
Namensvarianten: Ludger Wolders, Luder Wolders, Lüder Wolders; Lüder Wolers, Ludgher Wolders
Herkunft: Bremen
Handlungsgebiet: Ostsee
Segelt für: Hanse/Bremen
Tätigkeit:
Er segelt als Hauptmann für Bremen in einer Flotte mit dem Auftrag die Ost- und Westsee von Vitalienbrüdern zu Säubern.
Auftraggeber: Bremen/Hanse/Margarethe von Dänemark
Quellen:
Bremisches Jahrbuch 10.Band [1878] ; hrsg. in Verbindung mit d. Historischen Gesellschaft Bremen vom Staatsrchiv Bremen
Verein für hansische Geschichte (Hrsg.): Hanserecesse. Abt. 1, Die Recesse und andere Akten der Hansetage: 1256 - 1430. Leipzig: Duncker und Humblot, 1870ff
Anmerkung: Ludger Wolders ist nicht zu finden im Lexikon des Mittelalters und die Recherche ergab auch keine Treffer bei dem virtuellen Hamburgischen Urkundenbuch.